Die Labordiagnostik dient dazu, biologische Proben (Kot, Urin, Haut, Haare, ect.) auf gesundheitliche Zustände zu testen.
Sie ist in der Naturheilkunde fest etabliert und ein wichtiges Standbein bei der Diagnosefindung.
Die Harnuntersuchung dient zur Vorsorge, Diagnose und Begandlungskontrolle verschiedener Erkrankungen, die die Nieren, Harnleiter, Blase oder Harnröhre betreffen.
Liegt ein Verdacht auf eine Harnwegsinfektion oder Nierenerkrankung vor oder eine Beteiligung der Niere daran, (z.B. Diabetes, Tumore, Lebererkrankungen und hämolytische Erkrankungen), sollte immer eine Harnprobe untersucht werden. Die Harnanalyse beim Tier weicht hierbei von der Harnanalyse des Menschen ab.
Bei einer Kotuntersuchung wird der Kot des Tieres auf seine Bestandteile hin geprüft. Normalerweise setzt sich Tierkot aus den unverdaulichen Komponenten des Futters, verschiedenen Darmbakterien und körpereigenen Substanzen zusammen. Je nach Zusammensetzung des Kots können Rückschlüsse auf eventuelle Stoffwechsel-erkrankungen, Infektionen, parasitische Mitbewohner oder eine bakterielle Fehlbesiedlung des Darms rückgeschlossen werden. Der Magen-Darm-Trakt reagiert in der Regel auf verschiedenste Störungen mit den stereotypen Abwehrmechanismen Durchfall und/oder Erbrechen. Bakterielle Gasbildung führt zu Blähungen. Weitere Folgen sind Leberbelastung und sichtbares Unwohlsein mit sprödem Haarkleid. Die Ursachen können vielfältiger Natur sein, wobei die Gründe für Verschiebungen der Bakterienflora (Dysbiose) hier ebenfalls berücksichtigt werden.
Die Häufigkeit der Hauterkrankungen bei Tieren nimmt immer mehr zu, ca. 20% der caninen und felinen Neuvorstellungen in Praxen sind quälenden Hautproblemen geschuldet. Es gibt eine Vielzahl von Hautkrankheiten bei Hund, Katze und Pferd. Viele von ihnen sehen sehr ähnlich aus und unterscheiden sich nur in kleinsten Details. Um die Ursache der Hauterkrankungen möglichst schnell abklären zu können, ist ein sorgfältig erhobener Vorbericht für uns als Labor von größter Wichtigkeit. Anhand der genauen Symptomatik und Vorgeschichte setzen wir dann speziell dafür geeignete Untersuchungsmethoden ein.
Sollte die Untersuchung von Blut, Urin und/oder Kot nur eine geringe Aussagekraft haben trotz bestehender Symptomatik und der Verdacht fällt auf einen länger bestehenden Krankheitsprozess hin, besteht die Möglichkeit eine Fellmineralien-Analyse durchführen zu lassen. Diese ist so aussagekräftig wie ein Fingerabdruck und liefert eine exakte Aussage zur Versorgungssituation des Organismus mit lebenswichtigen Mineralien sowie zu einer potentiellen Überbelastung mit toxischen Stoffen (z.B. mit Schwermetallen).