Laboruntersuchungen Harn

Harn-Status inkl. Sediment                                                                                                                39,50 €

 

Als Harnstatus bezeichnet man die routinemäßige Untersuchung der  Harnzusammen-setzung zur Abklärung von Harnwegserkrankungen und den Harnwegen übergeordneten Erkrankungen (Leber-, Nieren- oder  Stoffwechselerkrankungen). Das Harnsediment ist der feste Bestandteil des Urins und besteht u.a. aus roten und weißen Blutkörperchen, Zellen aus der Blase und den Harnwegen. Eine Veränderung in der Zusammensetzung des Sediments gibt wichtige Hinweise auf eine mögliche Harnwegserkrankung.

Kulturelle Harnuntersuchung (Keimzahl, Hemmstoffnachweis)                                           43,50 €
Diese Methode liefert bei Harnwegsinfekten (oder dem Verdacht darauf) wichtige Informationen bezüglich des Erregers und stellt eine wertvolle Hilfe bei der Behandlung des Infekts dar. Für eine mikrobiologische Harnuntersuchung wird möglichst steriler Harn benötigt. Da der Harn an sich bakterizid wirkt, wird empfohlen zusätzlich zur Urinprobe ein Tupfer mit Harn zu benetzen und diesen in Medium einzuschicken.
U-P/C (Eiweiß-Kreatinin-Verhältnis)                                                                                             19,00 €
Die chronische Niereninsuffizienz ist eine häufige Erkrankung im Tierreich und betrifft v.a. ältere Hunde und Katzen. Allerdings besitzt die Niere die Fähigkeit, eine Schädigung von bis zu 65% und sogar mehr gut abzupuffern, so dass beim Einsetzen der klinischen Symptomatik eine Therapie oftmals zu spät kommt. Eine frühzeitige Diagnostik der chronischen Niereninsuffizienz ist eine elementare Voraussetzung für einen frühen und damit erfolgreichen Beginn der Therapie! Das Eiweiß-Kreatinin-Verhältnis ist ein Parameter, der bereits in einem frühen Stadium Hinweise auf eine Nierenfunktionsstörung gibt. Können wichtige Eiweiße aufgrund der verminderten Filtrationsleistung der Niere nicht mehr zurückgehalten werden, werden diese vermehrt mit dem Urin ausgeschieden (Proteinurie). Setzt man diesen Eiweißverlust über den Harn zum Verhältnis mit dem Kreatininwert im Harn, so kann die Nierenschädigung deutlich exakter bestimmt werden.
Nicht aussagekräftig bei blutigem Urin!
Kryptopyrrolurie                                                                                                                                    77,00 €
Die Kryptopyrrolurie (KPU) beschreibt einen chronischen Zink- und Vitamin-B-Mangelzustand, der zu einer verminderten Entgiftungsleistung des Körpers führen kann. Der Körper scheidet bei der KPU vermehrt Stoffwechselabbauprodukte des Häms aus. Beim Abbau von Häm (zentraler Bestandteil des Hämoglobins) entsteht Pyrrol, das normalerweise über die Gallenwege mit dem Stuhl ausgeschieden wird. Liegt eine KPU vor, wird das Pyrrol vermehrt über die Niere und somit mit dem Urin ausgeschieden anstatt mit dem Stuhl. Problematisch ist hierbei, dass das Pyrrol in der Niere viele Vitalstoffe wie z.B. Vitamin B6, Zink und Mangan komplexieren kann und diese bei der Ausscheidung „mitnimmt“. Um alle Störfaktoren auszuschalten, sollten hochdosierte B-Vitamine eine Woche vor Probenentnahme abgesetzt werden.
Kortisol-Kreatinin-Quotient (Hund)                                                                                                39,50 €
Das Cushing-Syndrom beim Hund (eher selten bei der Katze) kann sich in einer Vielzahl von Erscheinungsbildern äußern (Stammfettsucht, Polyurie, Polydipsie, Gefräßigkeit, dünne Haut, vermehrtes Hecheln, Muskel-schwund). Zur differentialdiagnostischen Abklärung gegenüber anderen endokrinen Störungen bietet sich der Cortisol-Kreatinin-Quotient an. Cortisol im „Nacht-Sammelurin“, also im Morgenharn, zeigt wesentlich konstantere Werte als die Messung im Blutserum. Dennoch sollten Proben von 2 Tagen untersucht werden, um mögliche Schwankungen korrekt interpretieren zu können.
Jod-Kreatinin-Verhältnis                                                                                                                    86,50 €
Studien haben ergeben, dass das Jod-Kreatinin-Verhältnis im Harn die allgemeine Jodversorgung besser reflektiert, als die Messung der Jodwerte im Blut. Daher empfehlen wir bei entsprechender Fragestellung das Jod-Kreatinin-Verhältnis im Urin testen zu lassen.  Dieser Test ist bei Hund, Katze und Pferd durchführbar.
COLA-Test (Cystin, Ornithin, Lysin, Arginin)                                                                               169,00 €

Die Cystinurie ist eine genetisch bedingte Aminosäuretransportstörung bei Hunden, seltener bei Katzen. Die Mutation ist bekannt bei den Rassen Australian Cattle Dog, Continental Bulldog, Englische Bulldogge, Französische Bulldogge, Labrador Retriever, Landseer, Mastiff, Neufundländer, Olde English Bulldogge und beim Zwergpinscher.

Es fehlt den Patienten ein transmembranöses Transportprotein in den Epithelzellen des Dünndarms und in den proximalenTubuluszellen, welches die Aminosäuren Cystin, Ornitin, Lysin und Arginin (kurz: COLA) reabsorbiert.

Die Ausscheidung des Cystins über die Niere ist auf das 20- bis 30fache der Norm erhöht, während die Konzentration im Blut unverändert ist. Cystin weist eine schlechte Löslichkeit bei normalem Urin-pH auf. Ab einer Konzentration von ≥300 mg/l kommt es zu einer Ausfällung von Kristallen im Urin. Häufig kommt es zur Steinbildung.

Die Diagnose erfolgt über einen Gentest bzw. bei Tieren, bei denen die Mutation nicht bekannt ist, über die Bestimmung der Aminosäurekonzentration im Harn – dem COLA-Test. Im Sediment finden sich bei klinisch erkrankten Tieren Cystinkristalle, daher wird eine zusätzliche Erstellung eines Harnstatus inkl. Sediments empfohlen.

Nicht aussagekräftig bei blutigem Urin!